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Eine kleine anonyme Story die das Leben so schrieb…

Kaum online erreicht dieser Blog schon eine ungeahnte Reichweite. Ich bekam unlängst eine Zuschrift eines befreundeten Dj´s der mir eine Story aus seinem Leben erzählte. Ich belasse sie so wie er sie mir erzählte, in Rohfassung und mit dem Versprechen das alle gefundenen Rechtschreib oder Grammatikfehler ein Geschenk an euch sind. Den Autoren belasse ich ebenfalls anonym und distanziere mich proforma von allem gesagten. Ein Handkuss hier an alle Bürgerrechtler, Abmahnanwälte und Troublemaker da draussen. Er bekommt dafür eine eigene Kategorie: „Tagebuch eines anonymen Künstlers“

Alles in allem ein sehr interessanter Einblick in eine Welt die sich nicht jedem erschliesst:

 

Der Montag ist ein Phantom. Nach einem 3-Tage-Wochenende befindet man sich bestenfalls der Release-Phase des Hier und Jetzt. Der eigentliche Hammer kommt dienstags. Die Realität frisst mich auf und zieht mich in das Elend und die Langeweile des Alltags. Leere Gesichter in der Bahn verschwimmen mit dem grauen Beton der Großstadt. Ein Dienstag wie er im Buche steht. Nachdem ich den Tag erfolgreich damit verbracht habe wichtige Dinge mit unwichtigen zu disponieren brauche ich nur noch schnell Gras von meinem Dealer. Zeit totschlagen. Morgen wird alles besser.Ein Anruf aus Österreich erinnerte mich daran das ich heute noch eine Verabredung hatte. Der Kollege war auf der Autobahn Richtung Köln. Tja, mal wieder verpeilt. Hatte ihm versprochen, dass er bei mir pennen kann. Er war auf dem Weg nach Amsterdam und wollte einen Zwischenstopp machen um einiges mit mir zu besprechen. Zum fünften Mal in den letzten 7 Tagen ein Memo an mich selbst: Kalender BENUTZEN! Meine Bude sieht vom Wochenende noch aus wie Scheiße. Afterhour halt. Auch der eine oder andere chemische Rückstand auf CD Hüllen und die leere Kornflasche sprechen für sich. Egal, mein Dealer holt mich im Studio ab.Glücklicherweise konnte ich meinen Grasdealer überreden in Studio zu kommen. So hatte ich ein wichtiges Problem gelöst. Wir rauchten zwei Spliffs, tranken ein paar Bier. Fünf unverständliche Telefonate mit dem Ösi später stand dieser dann auch vor der Tür. Inzwischen war es bereits 21 Uhr und ich hatte meiner Freundin versprochen um spätestens 23 Uhr bei ihr zu sein. Also direkt los vom Studio zu mir, aufräumen, den Ösi das Bett zeigen und rüber. Denkste!Ösi brachte Stigerl Bier, wir tranken, hörten Musik, kifften. Um 1 Uhr fanden wir uns in einer Bar wieder. Vermutlich der einzige Laden wo noch was ging. An einem grauen Dienstag. Ich musste mich sehr stark konzentrieren um den Gesprächen zu folgen, ich war dicht und so langsam auch betrunken. Und das Ösi-Deutsch ist für mich einfach nur unverständlich. Und dann tun die auch noch so als würden wir falsch sprechen.Etwas war anders als am grauen Vormittag. Es war nicht mehr grau. Es war Nacht. Die Gesichter waren wieder voll. Ich war voll. Meine Freundin war wütend.Dann noch nen lustigen Typen da kennen gelernt. Wir erzählten uns Randgruppenwitze. Ein Kollege erzählte mir später mein neuer lustiger Freund sei ein schwuler Jude. Kann passieren. Der Ösi war müde und wollte nach Hause. Der Randgruppenwitzeerzähler winkte mich auf die Toilette. Ne Nase Koks, zurück in die Bar, wir mussten los.Im Auto, taubes Gesicht, zu Hause Schlaflos. Gleich ist Mittwoch. Vermutlich schlimmer wie Dienstag. Party on!

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